Akkuschrauber – ein kreativer Kraftprotz
Ein Akkuschrauber ist im Grunde ein Schraubenzieher, der elektronisch betrieben wird. Das Gerät ähnelt einer elektrischen Bohrmaschine und verfügt über eine Einrichtung, die die Drehspindel automatisch ausschaltet, sobald die Schraube fest genug in den jeweiligen Untergrund eingebracht wurde. So wird das Überdrehen des Gewindes verhindert. Zudem kann mit einem kurzen Handgriff eingestellt werden, in welche Richtung die Instrumente drehen sollen, das heißt, ein Akkuschrauber kann Schrauben nicht nur eindrehen, sondern sie auch wieder lösen. Besonders letzteres ist mit einem Handschraubenzieher bei sehr fest sitzenden Gewinden ein schwieriges bis unmögliches Unterfangen, weshalb der elektronische Schrauber hier sehr gute Dienste leistet. Mit den Instrumenten zusammen erhält man meist auch gleich die passenden Torax- und Kreuzschlitzaufsätze, die man nach Belieben einfach austauschen kann. Manche Geräte besitzen obendrein eine so genannte Spotlight-Funktion. Mit einem dünnen Lichtstrahl wird die Angriffsstelle optimal ausgeleuchtet, so dass ein Zerkratzen der Schraube oder des Geräts durch ungenaues Ansetzen vermieden wird. Der größte Vorteil eines Akkuschraubers ist natürlich seine Mobilität, da er ohne störendes Netzteil betrieben werden kann. Damit kann man auch eine Menge Schaden anrichten, z. B. Beschädigungen am Auto, die durch eine KFZ Haftplichftversicherung getragen werden können.
Akkuschrauber eignet sich für fast alle Materialien
Es gibt verschiedene Instrumente für alle Arten von Materialien. So gibt es zum Beispiel unterschiedliche Akkuschrauber für Holz, Metall und Stein. Zudem unterscheiden sich die Geräte aber auch in ihrer Akku-Ladezeit. Die meisten herkömmlichen Geräte, die es im Baumarkt zu kaufen gibt, brauchen über eine Stunde, bis ihr Akku wieder vollständig aufgeladen wurde. Allerdings gibt es seit Kurzem auch so genannte Schnelllader. Diese Instrumente verfügen über einen Li-Ionen- oder einen NiMH-Akku. Solche Akkumulatoren heizen sich beim Laden nicht so schnell auf und nehmen die Energie auch dosierter auf, so dass sie die Leistung länger speichern können. Hinweise zur „Durchhaltezeit“ der Instrumente können die Angaben von Volt und Amperestunden geben. Ob ein Gerät dagegen bei der Leistungsfähigkeit im oberen Bereich mitspielt, entnimmt man am besten der Motorleistung und dem Drehmoment. Allerdings ist der alleinige Wert des Drehmoments nicht aussagekräftig, solange man ihn nicht auf den Verwendungszweck des Akkuschraubers bezieht. Ein Schrauber für Holz hat in jedem Fall ein anderes Drehmoment als ein Gerät für Metall.
Akkuschrauber und Akku-Ladezeit
Bei dem Kauf der Instrumente sind einige grundsätzliche Aspekte zu beachten. Zum einen sollte man sich über die Akku-Ladezeit des Geräts informieren und wie lange die geladene Leistung bei Verwendung ausreicht. Nichts behindert die Arbeit eines Handwerkers mehr als ein Schrauber, der jede halbe Stunde nachgeladen werden muss. Zudem sollte man sich vor der Anschaffung überlegen, welche Arbeiten man mit dem Akkuschrauber hauptsächlich durchführen möchte. Wer sich nicht die meiste Zeit mit einem bestimmten Material beschäftigt, kauft am besten einen Allround-Schrauber, da diese in den meisten Fällen um einiges günstiger sind als Geräte, die speziell für ein bestimmtes Material geeignet sind. Was das Preis-Leistungsverhältnis angeht, sollte man besonderes Augenmerk auf das Zubehör legen, das dem Schrauber beiliegt. Ein umfangreiches Zubehör kann einen etwas höheren Preis durchaus gerechtfertigen. Meist erkennt man jedoch auch schon an der äußeren Verarbeitung, ob ein Gerät qualitativ hochwertig ist oder nicht.